Abstract


Von 2004 bis 2015 hat die Risikoeinschätzung von europäischen Staatsanleihen an der Kapitalmärkten verschiedene Phasen durchlaufen. Insbesondere hat sich im Verlauf der europäischen Finanzkrise eine Blockstruktur herausgebildet, welche die Euroländer in „Kern“ und „Peripherie“ aufteilt und sensitiv auf risikorelevante politische Ereignisse reagiert. Diese Sensitivität lässt sich mit Netzwerkgraphen untersuchen, welche auf einem korrelationsbasierten Ansatz fußen.
Die Resultate einer solchen Untersuchung geben eine starke Indikation, dass die Rettungsarchitektur der Eurozone eine stabilisierende Wirkung auf die Staatsanleihenmärkte hat, und dass der Rettungsfonds EFSF als Teil des „Kern“-Blockes der Eurozone betrachtet wird.