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Do 26.11.: Von magischen Quadraten zum Sudoku


Donnerstag, 26. November 2015, 19:00 Uhr, Zeughaus, Reichlesaal 116
Professor Dr. Dieter Jungnickel (Diskrete Mathematik, Optimierung und Operations Research), Universität Augsburg

Nach einer alten chinesischen Legende fand sich auf dem Rücken der göttlichen Schildkröte Lo-Shu ein Muster, dem magische Kräfte zugeschrieben wurden und das in moderner Notation wie folgt aussieht:

492
357
816
Dies ist das älteste bekannte magische Quadrat – die Zahlen in jeder Zeile, jeder Spalte und jeder der beiden Diagonalen addieren sich zu derselben magischen Zahl, hier also zu 15. Derartige Quadrate tauchen immer wieder in den verschiedensten Kulturen auf und sind auch in der Mathematik intensiv studiert worden. Allgemeiner haben auch andere quadratische Anordnungen von Zahlen mit speziellen Eigenschaften stets eine beachtliche Faszination ausgeübt, über die zuerst vom großen Leonhard Euler systematisch untersuchten lateinischen Quadrate bis hin zu dem in unserer Zeit so populären Sudoku. Dabei handelt es sich durchaus nicht nur um Spielereien in der Unterhaltungsmathematik; so haben Lateinische Quadrate auch interessante praktische Anwendungen beim statistischen Design von Testreihen.

Der Vortrag soll einen Überblick über derartige Zahlenquadrate geben und sowohl ihre Mathematik wie auch ihre (Kultur-)Geschichte beleuchten.

 

Der Eintritt ist frei.