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Do 21.10.: GPS und schwarze Löcher


Donnerstag, 21. Oktober 2010, 19:00 Uhr, Zeughaus, Reichlesaal 116
Professor Dr. Gert-Ludwig Ingold, Institut für Physik, Universität Augsburg

Heutzutage ist es nichts Außergewöhnliches mehr, sich beim Autofahren von einem Navigationsgerät leiten zu lassen. Dabei wird die Position des Autos mit Hilfe von Satelliten des Global Positioning Systems (GPS) bestimmt, die hochpräzise Atomuhren an Bord haben. Interessanterweise zeigt sich, dass die Atomuhren in den Satelliten aufgrund ihrer großen Entfernung von der Erde schneller ticken als entsprechende Uhren auf der Erdoberfläche. Dieser Effekt, als so genannte Spektralverschiebung zum ersten Mal vor 50 Jahren experimentell nachgewiesen, ist eine Vorhersage von Einsteins Allgemeiner Relativitätstheorie. Damit wird eine Theorie im täglichen Leben relevant, die ansonsten eher mit exotischen Objekten wie zum Beispiel den schwarzen Löchern in Verbindung gebracht wird.